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CHMOD Rechtevergabe in Oktalschreibweise

CHMOD Oktal

Die Darstellung der Rechte mithilfe der Buchstaben r, w und x kann sehr unleserlich werden und ist auch schlecht einprägsam. Überträgt man diese Schreibweise in das Oktalsystem erhält man Nummern, die man sich wesentlich besser merken und bestimmten Situationen zuordnen kann. Wie die Umrechnung funktioniert, erfahren Sie in diesem Artikel.

Sie wissen nicht, wie man mit CHMOD umgeht?

Lesen Sie hier eine kleine Einführung in die Rechteverwaltung mit CHMOD unter UNIX Systemen.

Umwandlung der Darstellung

Der erste Schritt ist, die mithilfe der Buchstaben r, w und x codierten Rechte in das Binärsystem umzuwandeln. Was kompliziert klingt ist sehr einfach: Ein Recht kann nämlich nur zwei Zustände haben. Entweder ist es gesetzt (1) oder nicht gesetzt (0).

Es ist bekannt, dass die drei Rechte jeweils drei Gruppen (u, g und o) zugewiesen werden und zwar immer in der Reihenfolge rwx. In Binärdarstellung ist unser String zur Rechtevergabe also eindeutig definiert und immer gleich lang.

Als nächstes muss man nur noch die 3er Blöcke, die sich praktischerweise immer auf eine Nutzergruppe beziehen ins Oktalsystem umwandeln. Auch hier entstehen keine besonderen Schwierigkeiten, wenn man das Binärsystem verstanden hat.

Wenn Sie Schwierigkeiten mit dem Binärsystem haben, finden Sie hierzu einige Artikel:

Beispiele

Die Vorgehensweise lässt sich am besten anhand einiger Beispiele intuitiv ermitteln:

  Nutzer Gruppe Öffentlichkeit
Rechte rwx r-x ---
Binär 111 101 000
Oktal 7 5 0

Die Codierung 750 steht also für: Nutzer hat alle Rechte, Gruppe darf lesen und ausführen, Öffentlichkeit darf nichts.

  Nutzer Gruppe Öffentlichkeit
Rechte rw- rw- rw-
Binär 110 110 110
Oktal 6 6 6

Die Codierung 666 steht also dafür, dass alle Gruppen sowohl lesen als auch schreiben, aber nicht ausführen dürfen.

  Nutzer Gruppe Öffentlichkeit
Rechte r-x r-- r--
Binär 101 100 100
Oktal 5 4 4

Die Codierung 544 steht dafür, dass der Nutzer lesen und Ausführen, die Gruppe und die Öffentlichkeit aber nur lesen dürfen.

 

Wie sich unschwer erkennen lässt entstehen auf diese Art und weise Zahlenkombinationen, die man sich einfach wie Telefonnummern merken kann und so Rechte viel intuitiver und schneller vergeben kann.

 

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